Bärblinge

Rasbora vaterifloris

Perlmuttbärbling - seltener Fisch aus Sri Lanka

Die Tiere stammen aus Bergflüssen Sri Lankas, lieben deshalb etwas Strömung. Insbesondere Jungfische konnte ich im Becken immer dort finden, wo etwas Strömung ist. Es gibt mehrere Farbvariationen, die von farblos / silbern über gelblich-orange bis zu einem kräftigen Orange variieren. Wenn man die Tiere überhaupt in Deutschland bekommt, dann nur die Arten, die etwas stärker gefärbten (z. B. Rasbora vaterifloris rubra).

Rasbora vaterifloris sind nicht aggressiv gegenüber anderen Fischen, Artbecken mit großem Schwarm sind aber empfehlenswert. Je mehr Bärblinge bei mir im Becken sind, desto lebhafter werden die Fische. Offensichtlich fühlen sie sich in großen Schwärmen wohler und sicherer. In einem 60l-Becken in dem 4 Tiere schwammen waren die Bärblinge hingegen sehr träge und scheu. Ansonsten kann man sie auch mit anderen friedlichen und ruhigen Fischen vergesellschaften. Bei mir leben sie derzeit mit 9 Betta picta in einem 300l-Becken. Die Wassertemperatur kann ruhig bei nur 22° bis 24° C liegen.

 

Rasbora vaterifloris sind Dauerlaicher, d. h. die Tiere legen nur wenige Eier an Pflanzen ab, dafür relativ oft. Die Zucht gelingt am besten im Daueransatz. Eltern stellen den Jungen nicht nach. Die Jungtiere schlüpfen nach ein paar Tagen und sind sehr klein. Um sie durchzubekommen benötigen sie am Anfang Flüssignahrung (z. B. Preis Microplan), später Essigälchen, Mikrowürmer, Artemia-Nauplien und zerriebenes Flockenfutter. Es dauert sehr lange, bis die Jungtiere ausgewachsen sind. Dies ist auch der Grund warum ich in einem Gesellschaftsbecken keine Jungtiere mehr sehe. Die Rasboras brauchen einfach zu lange bis sie aus dem Lebendfutterstadium herauswachsen.

Meist gelingen mir Zuchterfolge durch Zufall. So wurden bei der Neueinrichtung eines Aquariums ein paar Pflanzen aus dem Becken, in dem die Perlmuttbärblinge leben, entnommen. Nach einiger Zeit konnte ich 3-4 kleine Jungfische im Becken entdecken. Offensichtlich klebte an einer der Pflanzen etwas Laich. Ein anderes Mal habe ich beim Absaugen von Mulm zum impfen für ein anderes Becken einen Jungfisch erwischt. Die Art stellt sehr große Anforderungen an die Wasserqualität. Häufige Wasserwechsel sind wichtig. Ich hatte nur Zuchterfolge in Aquarien in denen weder Nitrit, Nitrat noch Phosphat nachweisbar waren. Ein PH-Wert leicht unter 7 ist ideal für die Tiere. Bei mir wird das Leitungswasser mittels Ionenaustauscher gefiltert, so dass ich im Becken letztendlich eine KH von 2 - 3 und GH vom 3 - 4 einstellen kann. Dem Wechselwasser wird immer Torf, Erlenzapfen und Seemandelbaumblätter zugesetzt, d. h. das Aquarienwasser hat eine gelbliche Farbe und einen hohen Anteil an Huminstoffen. Diese scheinen auf die Tiere belebend und anregend zu wirken. Wichtig für die Zucht ist auch gehaltvolle Nahrung, am besten lebende schwarze oder weiße Mückenlarven, Drosophila und was sonst nicht schnell genug vor den kleinen wegschwimmen kann.

Rasbora vaterifloris ist ein sehr dankbarer Fisch, der leider nur schwer zu bekommen ist. Mir ist leider nur ein Geschäft bekannt, dass sich auf Bärblinge spezialisiert und Rasbora vaterifloris fast ständig im Angebot hat: www.rasbora.de .

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letzte Aktualisierung: 07.05.2005