Betta picta ist ein recht friedlicher Kampffische, nicht zu vergleichen mit den aggressiven Arten wie Betta splendens. Die natürlichen Vorkommen sind stille Gewässer auf den indonesischen Inseln Java und Sumatra. Die Weibchen sind mit ca. 5,5 cm etwas kleiner mit kürzeren, wenig gefärbten After- und Schwanzflossen. Männchen sind etwa 6 cm groß, intensiver gefärbt, besitzen einen bulligeren Kopf und einen leuchtend blauen Flossensaum.

Es ist möglich, ja sogar ratsam mehrere Männchen in einem Becken zu halten, sofern dieses gut bepflanzt ist und Sichtschutz bietet. Die Männchen verteidigen keine großen Reviere, kämpfen allerdings die Rangordnung aus, wobei es aber zu keinen Verletzungen kommt. Am besten pflegt man Betta picta im Artbecken, ansonsten ist dieser Fisch aber auch gut mit kleinen, friedlichen Rasbora-Arten und Garnelen zu vergesellschaften. Betta picta sind recht scheu, so dass man keine größeren Fische oder Flossenknabberer mit im Becken halten sollte.

Die Zucht ist recht einfach, weswegen Betta Picta sich sehr gut für Anfänger eignet, die sich für Betta-Wildformen interessieren. Sofern Wasser und Ernährung stimmen, schreiten die Fische recht schnell zur Paarung. Nach dem Laichakt nimmt das Männchen die Eier ins Maul bzw. bekommt sie vom Weibchen zugespuckt. Die nächsten 10-14 Tage brütet das Männchen die Eier aus. Nur die ersten Tage verteidigt das Weibchen das Männchen vor Eindringlingen im Revier bis es sich – zumindest bei mir – den anderen Männchen widmet. Das Männchen entlässt die Jungen als recht weit entwickelte, ca. 3-4 mm große Larven. In einem Gesellschaftsaquarium ist es ratsam die Jungfische abzusammeln und in ein Zuchtbecken zu geben. Bei mir findet man sie nachts in einem Haufen Teichlebermoos schlafend. Mit einem Glas lassen sie sich recht einfach abschöpfen. In dichtbewachsenen Becken überleben aber immer ein paar Jungfische. Die Jungen können gleich mit Artemia-Nauplien, Mikrowürmern und Essigälchen gefüttert werden und wachsen recht schnell.

Da meine Tiere immer wieder anfangen zu brüten finde ich immer wieder Jungfische. Sollten die älteren Geschwister jedoch schon deutlich größer sein, fressen sie die noch kleinen picta-Larven. Möchte man also ständig Nachwuchs haben sind mehrere Becken notwendig. Bei Vermehrung in einem separaten Zuchtbecken sollte das Weibchen nach dem Paarungsakt entfernt werden. Das Männchen hat dann mehr Ruhe beim anstrengenden Brüten. Sobald die Jungen frei schwimmen kann auch das Männchen zurück ins große Becken gesetzt werden. Die Jungtiere kommen nun allein klar.

 Man sollte immer mehr Männchen als Weibchen ins Becken setzen, da sich die Männer sonst tot brüten. Während der Brutzeit kann keine Nahrung aufgenommen werden, so dass sich das Männchen hinterher erst wieder erholen muss. Das Weibchen konnte sich schon die ganze Brutzeit über erholen und würde den Mann recht bald wieder anbalzen.

Wer sich für die verschiedenen Betta-Wildformen interessiert findet mit Betta picta einen faszinierenden Fisch, der recht anspruchslos ist. Zwar ist diese Betta-Art nicht so farbenprächtig wie ihre schaumnestbauenden Verwandten der Splendens- Gruppe, dafür weißt er aber eine sehr interessante Verhaltensweise auf.

Mehr Informationen zu Bettas gibt es auch auf der Homepage der IGL unter www.igl-home.de .

Betta picta

Javakampffisch

Betta picta stellt keine sehr großen Anforderungen an die Wasserqualität. Ein PH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 sind ideal, Werte von etwas über 7 werden auch gut vertragen. Auch der Härtebereich des Wassers kann sich zwischen KH 2-8 bewegen. Jedoch sollte das Wasser sauerstoffreich und nicht zu warm sein. Die Temperatur sollte zwischen 22 – 24° C betragen, kurze Hitzeperioden“ mit bis zu 30° C haben meine Tiere aber gut überstanden. Die Tiere fressen am liebsten Lebend- und Frostfutter. Schwarze Mückenlarven und Drosophila steigern die Laichbereitschaft der Fische.

Kontakt: webmaster@labyrinthfische.de, Copyright by Sven Müller

letzte Aktualisierung: 11.11.2005

 

 

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