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Auf der Suche nach einem Aufzuchtfutter, dass auch sehr kleine Jungfische zu sich nehmen können, bin ich irgendwann mal bei Essigälchen gelandet. Dies sind Würmchen, die nur 1-2,5 mm lang werden und somit kleiner als Artemia sind. Im Gegensatz zu Mikrowürmern haben sie den Vorteil, dass sie sich im Aquarienwasser bewegen können und nicht so schnell absterben. So ist die Nahrung auch über einen längeren Zeitraum für die Jungfische verfügbar. Jedoch sollen nicht alle Jungfische in der lage sein Essigälchen zu verdauen.
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Kulturanleitung
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Zutaten:
- 1 Flasche aus durchsichtigem Glas
- Apfelessig oder ein anderer Obstessig mit 5 % Säure
- etwas Frischhefe
- 1 Teelöffel Zucker
- Wasser
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Essigälchen sind recht einfach in Flaschen zu züchten. Flaschen bieten sich an, weil sich die Essigälchen an der Oberfläche sammeln und je kleiner diese ist, desto konzentrierter trifft man die Würmchen dort bei der Entnahme an. Die Nährflüssigkeit, in der die kleinen Würmchen bei mir leben besteht je zur Hälfte aus 5%igen Apfelessig und Leitungswasser. In dieser Flüssigkeit wird der Zucker sowie die Hefe aufgelöst. Zum Schluss nur noch den alten Ansatz dazugeben.
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Essigälchen sind recht anspruchslos, was die Pflege angeht. Bereits Zimmertemperatur reicht ihnen zur Vermehrung aus. Mit der Zeit bildet sich eine Kammhaut auf der Oberfläche, die man durch umrühren oder schütteln der Flasche wegbekommt. Durch das Schütteln wird auch immer wieder etwas Luft in die Nährlösung gebracht. Nach ein paar Wochen bildet sich am Boden der Flasche ein Flaum. Dieser ist nicht schädlich für die Futterzucht, anscheinend leben darin wichtige Bakterien, die für die Essigälchen wichtig sind. Mit etwas Hefe oder Zucker lässt sich die Vermehrung der Kleinen erhöhen. Mein ältester Ansatz läuft jetzt ein Jahr ohne, dass ich eine Veranlassung gesehen habe ihn zu erneuern. Die Kulturen sind sehr stabil.
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Ein Problem stellt die Verfütterung der kleinen Würmchen dar. In vielen Zuchtanleitungen liest man davon, dass die Essigälchen mit etwas Nährlösung entnommen und in ein Reagenzglas gegeben werden sollen. Dieses verschließt man mit einem Wattepropfen und gibt etwas Wasser darauf. Durch den Sauerstoffmangel sollen die Kleinen dann von der Nährlösung durch die Watte in das saubere Wasser kriechen. Da mir das ganze viel zu aufwendig ist und ich mir nicht vorstellen kann, dass die Würmchen in ausreichenden Mengen auf diese Weise zu gewinnen sind, sauge ich immer etwas Nährlösung mit den Würmern in eine 5ml-Einwegspritze und gebe den Inhalt komplett ins Zuchtbecken. Bisher konnte ich keine Nachteile darin feststellen, dass die Essiglösung mit ins Becken gelangt. Bei kleinen Becken sollte man aber den PH-Wert im Auge behalten. Eine weitere Möglichkeit ist die Essigälchen mittels Spritze durch etwas Watte, die man in ein Stück Aquarienschlauch steckt zu filtern. Die Würmchen bleiben in der Watte hängen, während die Essiglösung durch die Watte läuft.. Durch nochmaliges Spülen mit Wasser wäscht man die verbliebene Essiglösung heraus. Eine weitere Möglichkeit die Würmchen zu filtern sandte mir ein Besucher der Website zu: “Zur Filterung eignen sich sehr gut feinporige Kaffeefilter. Die Essigälchen sind so groß, dass sie nicht durch das Filterpapier gelangen. Nachdem die Nährflüssigkeit durch das Filterpapier entwichen ist, stülpt man das Filterpapier einfach um und durchspült den Filter über einem kleinen Glas mit klarem Leitungs- oder Osmosewasser. Jetzt liegen die Essigälchen in gesäuberter Form vor und können problemlos verfüttert werden. Das benutzte Filterpapier kann man trocknen und somit mehrfach verwenden. Auf diese Art und Weise kann ich einen Kaffeefilter fast einen Monat bei täglichem Gebrauch verwenden.” Welches Verfahren nun das beste ist, muss jeder selber ausprobieren. Wenn jemand andere / effektivere Ideen zur Filterung von Essigälchen hat, würde ich mich über einen Hinweis freuen.
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Ich gebe selber keine Futterkulturen ab, aber unter folgendem Link gelangt man zu Internetshops die Lebendfutter in sehr guter Qualität anbieten.
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