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Mückenlarven gehören sicherlich zu den beliebtesten Futtersorten in Deutschland. Positiv ist neben ihrem Nährstoffreichtum auch, dass sie die natürlichen Jagdinstinkte der Fische wiederbeleben. Insbesondere bei meinen Betta-Wildformen ist die Verfütterung von lebenden Mückenlarven immer ein besonderes Schauspiel. Die sonst recht versteckt lebenden Fische kommen von überall hervor, mit blitzschnellen Schwimmbewegungen schnappen sie nach den Mücken und sind sofort wieder verschwunden. Etwas später ist keine einzige Mückenlarven mehr zu entdecken, dafür haben die Fische leicht gewölbte Bäuche.
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Drei verschiedene Arten sind bei uns lebend, getrocknet oder als Frostfutter erhältlich, schwarze, rote und weiße Mückenlarven. Seltsamerweise gibt es viele Aquarianer, die hauptsächlich rote Mückenlarven verfüttern, obwohl diese meist aus belasteten Gewässern kommen und nicht für jeden Fisch ungefährlich sind. Schwarze Mückenlarven hingegen gibt es zumindest im Sommer in fast jeder Regentonne und sind auch noch nahrhafter als rote Mückenlarven.
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Weiße Mückenlarven
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Die Larven der Büschelmücke haben einen durchsichtigen, weißen Körper. Sie kommen nur in unbelasteten, sauberen Gewässern vor. In diesen kann man sie aber fast das ganze Jahr über fangen. Bei Gefahr können sich weiße Mückenlarven recht schnell fortbewegen. Es bedarf am Anfang schon etwas Übung die Mücken zu fangen, insbesondere wenn die Fische nur Trockenfutter gewohnt sind. Weiße Mückenlarven sind arm an Fett und deswegen ein recht gesundes Futter. Ich hebe lebende Mückenlarven im Kühlschrank auf. In feuchtem Zeitungspapier oder in den kleinen Beuteln, in denen man sie im Handel bekommt, sind sie so noch ca. eine Woche haltbar. Größerer Mengen am besten einfrieren.
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Schwarze Mückenlarven
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Dies ist wohl die unbeliebteste Mücke, da sich aus den Larven die nach Blut hungrigen Stechmücken entwickeln. Das ist wohl auch der Grund, dass man diese Mückenart nicht im Handel bekommt, obwohl sie zumindest in den Sommermonaten in jeder kleinen Pfütze zu finden ist. Kopfüber hängen sie an der Wasseroberfläche, leben von Kleinstlebewesen sowie Algen und lassen sich mit einem Kescher leicht fangen. Die weiblichen Stechmücken legen in Regentonnen, stillen Gewässern oder kleinen Wasseransammlungen winzige Eischiffchen ab, aus denen sich nach ein paar Tagen die Mini-Larven entwickeln. Schöpft man die nur wenige Millimeter großen Schiffchen ab und gibt sie in ein Aufzuchtbecken, entwickelt sich daraus ein nährstoffreiches Futter für den Nachwuchs.
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Aber auch ausgewachsen stellen die Larven der Stechmücke ein geradezu ideales Futter für Fische in Aquarien dar. Ihr hoher Eiweiß- und Vitamingehalt wirkt bei vielen Arten laichbildend. Meine Bettas aber auch die Rasbora vaterifloris paaren sich oft recht bald nach großzügigen Verfütterungen von schwarzen Mückenlarven. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn sich aus der ungefährlichen Larve eine Puppe entwickelt (erkennbar an dem größeren Kopf und dass sie sich einrollt), da aus dieser wiederum recht bald eine hungrige Stechmücke schlüpft. In einem Eimer auf dem Balkon oder Garten lassen sich die Mückenlarven noch recht lange aufheben. Jedoch nur solange bis die Entwicklung der fertigen Mücke abgeschlossen ist.
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Wenn jemand seinen Fischen etwas Gutes tun möchte und Frost- bzw. Lebendfutter kauft, dann greifen nicht wenige Fischliebhaber zu roten Mückenlarven ohne zu wissen, dass dieses Futter nicht unbedenklich ist. Im Gegensatz zu den beiden o. g. Mückenarten leben diese Larven im Bodengrund von Tümpeln. Aber auch in Regentonnen mit sich zersetzendem Laub und Schlamm konnte ich sie schon finden. Ihre rote Farbe verdanken sie dem Vorhandensein von Blutfarbstoff, der unserem Hämoglobin recht ähnlich ist. Somit können sie auch in verschmutzen, sauerstoffarmen Gewässern überleben. Genau dies ist aber auch das gefährliche, denn nicht selten stammen die Tiere aus stark belasteten, verschmutzten Gewässern. Auch Frostfutter birgt keine Sicherheit, dass man gesundes Futter für seine Fische kauft. In einem Bericht des thailändischen Fernsehens konnte ich so eine „Zuchtanlage“ für rote Mückenlarven einmal anschauen. Das Fischfutter wurde als Nebenprodukt der Hühnerhaltung gezüchtet. Die Ausscheidungen der in Drahtkäfigen lebenden Hühner fielen in darunter liegenden Abwassergräben, wo sich die von den Exkrementen ernährenden Mückenlarven lebten. Stolz erzählte der Besitzer der Farm, dass Hauptexportziel Deutschland ist. Wer trotzdem nicht auf dieses Futter verzichten will, sollte hochqualitative Ware von Markenherstellern nehmen.
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Verfüttern von Frostfutter
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Frostfutter ist eine gute Alternative, wenn Lebendfutter nicht verfügbar ist. Jedoch sollte man auf Markenware achten, da insbesondere Billigfutter mehr Wasser als Futtertiere enthält. Bevor man den Fischen Frostfutter gibt, muss dieses aufgetaut werden. Das Auftauwasser von gefrorenen Daphnien, Mückenlarven oder anderen Futtertieren enthält nicht unwesentliche Mengen Phosphat, was wiederum wuchsfördernd auf Algen wirkt. Bei einem Test mit 2 Würfeln Frostfutter, die in einem 0,2l-Glas aufgetaut wurden, konnte ich in dem Auftauwasser mehr als 10 mg/l Phosphat nachweisen. In natürlichen Süsswassergewässern sind Werte um 0,01 mg/l normal. Im Aquarium sollte der Phosphatanteil möglichst gering aber nicht höher als 0,5 mg/l sein. Deshalb die Frostfutterwürfel auftauen, gut spülen und erst dann ins Aquarium geben.
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Ich gebe selber keine Futterkulturen ab, aber unter folgendem Link gelangt man zu einem Internetshop der Lebendfutter in sehr guter Qualität anbietet. Unter dem zweiten Link gibt es eine große Auswahl von Marken-Frostfutter.

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