Zuchtformen

Halfmoons

... und andere Zuchtformen aus Thailand

Auf meiner letzten Reise nach Thailand musste ich selbstverständlich den Fischmarkt in Bangkok besuchen. Auf einem riesigem Areal werden dort die neuesten Betta-splendens Zuchtformen angeboten. Thailändische Züchter schaffen es immer wieder neue Farbschläge oder Muster hervorzubringen. Während man in Thailand zum einen Fische zum kämpfen züchtet, gibt es auch viele Liebhaber von noch recht neuen Zuchtformen wie Crowntails (die Flossenenden der Tiere sehen aus wie eine Krone) oder Halfmoons (Schwanzflosse hat beim Imponieren einen Winkel von 180°).

Diese Tiere werden in den schillernsten Farben angeboten. Klar, dass ich relativ schnell ein paar schöne Tiere gefunden hatte, die ich mit nach Deutschland genommen habe. Infos zum Transport findet Ihr hier. Eine noch größere Auswahl an Hochzuchtkampffischen gibt es in den Zuchtfarmen in Thailand. Viele von diesen Kampffischfarmen haben sich auf bestimmte Zuchtformen spezialisiert und stehen auch für Touristen offen, wenn man sich vorher anmeldet. 

Ich entschied mich für ein Halfmoon-Paar in Royal Blue / Königsblau und ein weiteres Weibchen in gelb. Letzeres verstarb nach der Ankunft in Deutschland recht bald, da es sich nicht mit dem blauen Weibchen vertrug.

Butterfly-Nachzucht

Die beiden verbliebenen Tiere zusammenzubringen war ebenfalls nicht einfach, da beide sehr aggressiv waren. Es mussten beiden in Stimmung für die Paarung sein, ansonsten wurde der Betta, der keine Lust hatte, durch das gesamte Becken gejagt. Auch das Weibchen lies es sich nicht nehmen, das Männchen auf diese Weise zu terrorisieren. Ich musste die Kampffische immer wieder trennen und erst nach einigen Fehlversuchen gelang es mir ein prall gefülltes Schaumnest vorzufinden.

Schaumnest mit frischgeschlüpften Larven
... immer hungriger Nachwuchs

Wahrscheinlich durch die vielen Fehlversuche oder auch das gute Futter hatte das Weibchen einen ungewöhnlich großen Laichansatz. Anfänglich war nicht zu erkennen wie viele Larven geschlüpft sind und sich zu Jungfischen weiterentwickeln. Umso größer war das Erstaunen, als die Tiere das erste Mal gezählt wurden. Um die 50 Jungfische schwammen in meinem Zuchtbecken, eine Anzahl, die meine Kapazität an Becken überschreitet.

Interessant ist auch die Farbgebung der Tiere. Offensichtlich handelte es sich bei den Eltern nicht um reine Royal Blue, da sich auch weiße Bettas und sogenannte Butterflys, d. h. Tiere deren Flossen farblich unterteilt sind, darunter befanden. Üblicherweise müssten ca. 50 % der Tiere Royal Blue, 25 % Türkis und die übrigen 25 % Steel Blue sein. Ein Großteil der Nachzuchten hat wie die Eltern die typische Halmoon-Schwanzflosse. Bei anderen Betta splendens sind die 180° nicht ganz voll.

Inzwischen sind die Tiere fast ausgewachsen. Einige konnte ich separieren, ein Großteil schwimmt aus Platzmangel leider immer noch zusammen mit den Geschwistern. Gerne gebe ich Nachzuchten dieser thailändischen Halfmoons ab.

Einige Bilder meiner Nachzuchten

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letzte Aktualisierung: 07.05.2005